Während die Reben draußen im Weinberg ihren frostigen Winterschlaf halten und sich der Weinfreund am warmen Kamin an einer Flasche gereiften Rotweins erfreut, herrscht in den Kellern der Winzer reges Treiben.
Millionen kleiner Hefezellen sind im Most der vergangenen Weinlese aktiv und vergären den Traubenzucker zu Alkohol. Je kälter der Keller, desto länger lassen sie sich Zeit, manchmal bis ins nächste Frühjahr hinein.
Oft sind sie auch stürmisch und der Wein ist schon nach wenigen Tagen fertig vergoren. Einige Wochen Fasslager lassen den jungen Wein reifen, so dass schon im Winter der neue Wein abgefüllt werden kann.
Andreas Schmitges aus Erden an der Mosel hat seine Hefen gut im Griff. Er hat das Rennen gemacht und als erster einen neuen Wein aus Deutschland geliefert, seinen „Schmitges Rivaner“. Kein großer, charaktervoller Lagenwein (sein wunderbarer Riesling vom Erdener Treppchen darf noch etwas länger im Fass bleiben) sondern ein frischer, leichter und unkomplizierter Weißwein, der herrlich nach frischen Trauben schmeckt. Diese „Primäraromen“ sind so kurz nach der Ernte noch besonders schön zu schmecken.
Ein Vorbote des kommenden Frühjahrs, den man sich auch für die kommende Spargelsaison schon mal vormerken kann.